Blog mit Ka.

Warum dieses Blog?

Bisher hielt ich nicht viel von Blogs. Ich fragte mich immer, warum sollte ich ein Blog anlegen? Erst vor kurzem bin ich auf die Möglichkeit des working out loud gestoßen. WOL ist gerade in Zeiten komplexer werdender Arbeitsstrukturen meines Erachtens auch für Lehrer*innen enorm wichtig. Das Schreiben eines Blogs ermöglicht mir meine Gedanken zu bestimmten Projekten zu sortieren. Gleichzeitig gelingt es mir, auch ein offenes Publikum anzusprechen, meine Ideen und meine Arbeit sozusagen transparent zu machen. Ich erhoffe mir dadurch Feedback und Anregungen für meine Arbeit zu erhalten. Also kommentiert meine Einträge unbedingt. Viel Vergnügen beim Lesen.

 

 

Was ist eigentlich zeitgemäßer Unterricht?

 

Klicke hier: https://t1p.de/sjh3


Mein neuester Blogartikel

Klassenarbeiten digital: Wie erstelle ich in Corona-Zeiten gute Lernkontrollen?

Das Homeschooling (umgangssprachlich) oder auch der digitale Fernunterricht (Wampfler, Blume) ist eine notwenige Unterrichtsform in der aktuellen Zeit. SuS werden über digitale und gelegentlich auch analoge Wege mit Aufgaben versorgt. Diese bearbeiten sie dann daheim. An anderen Schulen finden auch Videokonferenzen mit Klassen statt, oder Lehrer machen Live-Streams, nehmen Erklärvideos auf, versuchen SuS zu digitaler Kollaboration zu führen. Wie auch immer das an deiner Schule praktizierte Programm aussieht, eine Aufgabe bleibt allen Lehrern nicht erspart. Sie müssen SuS bewerten. In diesem Artikel möchte ich Möglichkeiten für Leistungsbewertung im Geographieunterricht in Corona-Zeiten aufzeigen.

 

In diesem Artikel werde ich klassisch beginnen: Die Klassenarbeit. Die Frage, die ich mir gestellt habe, war, wie Klausuren, Klassenarbeiten im Notfall ins Digitale transformiert werden können. Dazu habe ich zunächst Kriterien an Klausuren gesucht: Brameier (2019) schreibt dazu in Praxis Geographie:

  • Den Rahmen bildet ein Raumbeispiel, ein Problem und/oder Thema
  • Räumliche Strukturen und Prozesse im Einklang mit Nachhaltigkeitsviereck sehen
  • Aufgaben auf drei Niveaustufen (AFB1-3) mit Schwerpunkt auf AFB2
  • Kompetenzbereiche Fachwissen, räumliche Orientierung, Methoden, Beurteilen und Handlung sollen in den Blick genommen werden.
  • Zu nutzendes Material muss aktuell, schlüssig, gut lesbar und eine hinreichende Komplexität aufgreifen
  • Erwartungen nehmen Bezug auf den Unterricht und dessen Ergebnisse.
  • Es hilft mit Rastern zu arbeiten (ebd. S. 8).

Diese Kriterien müssen nun auf einen digitalen Test übertragen werden. Digitale Tests kommen meist als Multiple-Choice daher. Wie kann das also gelingen?

 

Blicken wir zunächst auf Möglichkeiten gute Multiple-Choice-Tests zu erstellen. Welche Vorteile und Nachteile hat es digitale Tests zu entwerfen: Kroker zählt im Betzold Blog dazu folgende Vorteile auf:

  • Zeitersparnis beim Korrigieren der Klassenarbeiten
  • Geschlossene Fragestellungen ermöglichen vergleichbare, objektive und folglich auch gerechtere Ergebnisse
  • Bessere Lesbarkeit: Schülerhandschriften müssen nicht mehr entschlüsselt werden ;-)
  • Die Schüler erfahren schnell, wie sie abgeschnitten haben

Und Nachteile:

  • Zumindest anfangs mehr Zeitaufwand beim Erstellen der Klassenarbeiten: Die Fragen müssen gut konzipiert sein, damit die Arbeiten nicht zu leicht werden.
  • Damit trotz des geschlossenen Frageformats Transferleistungen und problemlösendes Denken getestet werden können, müssen Fragen und Antwortmöglichkeiten sehr gut durchdacht sein. 
  • Es gibt nur richtig oder falsch: Die Wege zur Lösung bleiben auf einem Schmierpapier oder im Kopf des jeweiligen Schülers vor der Lehrkraft verborgen. So können für den Lösungsweg und richtige Zwischenschritte keine Punkte vergeben werden. Nur das Ergebnis wird bewertet. Eine Lösung für dieses Problem könnte die Aufteilung einer Aufgabe in mehrere Teilschritte sein – so kann auch der Lösungsweg nachvollzogen werden.

Größter Nachteil ist sicherlich, dass Problem Fragestellungen und Antworten für höhere Anforderungsbereiche zu konzipieren. Die Leibniz Universität Hannover macht folgenden Vorschlag:

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eBooks im Geographieunterricht - Eine zeitgemäße Form der Leistungsbewertung

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#Blogparade: Leistungskontrollen im Geographieunterricht

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Hey, ich bin Tim und begleite hauptsächlich Junglehrer*innen auf ihrem Weg durch die zweite Phase der Lehrerausbildung. Gelegentlich bin ich als Praktikumsbegleiter auch in der ersten Phase der Ausbildung unterwegs. Ich sehe meine Arbeit im Wesentlichen nicht als Vermittler von Wissensinhalten und Prüfer sondern eher so, wie es neuerdings heißt, als Facilitator, also Prozessbegleiter im Bildungsbereich. Vor dieser spannenden Aufgabe, habe ich Jahre in der Fortbildung von Lehrer*innen gearbeitet. 

Neuerdings kann man mich auch als Referenten für zeitgemäßen Unterricht buchen. Im wesentlichen beziehe ich mich im Vorträgen auf, die von mir entworfenen Neuen Anzeichen eines zeitgemäßen Unterrichts. 

Zum Glück darf ich aber neben diesen ganzen Aufgaben auch noch das machen, was ich als den schönsten Beruf der Welt bezeichne: Ich darf Lehrer sein und Schüler*innen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben begleiten.

Dieser Blog hier kann dir als ein Fenster in meine Arbeit dienen. Gerne darfst du mit mir auch Kontakt aufnehmen, mich für Workshops oder Vorträge buchen, oder mir einfach Feedback zu meiner Arbeit geben.